SCHNITT FÜR SCHNITT

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"Ich wohne im Keller" schmunzelt Elisabeth Wirth am Telefon, als wir unser Treffen vereinbaren und sie mir den Weg zu ihrem Haus am Ende des Sonnenrains erklärt. Seit 36 Jahren lebt die 76-jährige in Schwarzenburg. Der Keller im Hanghaus entpuppt sich als helle und warme Wohnung mit Aussicht ins Grüne. Unter dem Dach leben drei Generationen zusammen. Im oberen Bereich befinden sich die Räume von Elisabeths Tochter und ihrer Familie. Es ist ein Haus voller Leben in dem zusammen gespielt, musiziert, gegessen und "brichtet" wird. Elisabeth ist ein Familienmensch und geniesst es ihre Liebsten um sich zu haben. Immer wenn sie Zeit hat, widmet sie sich mit grosser Hingabe und Leidenschaft dem Scherenschneiden. "Am liebsten würde ich das von morgens bis abends tun", lacht Elisabeth.

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EIN TALENT ERWACHT

Wie kommt es so zu einer aussergewöhnlichen Passion? Elisabeth überlegt und antwortet "die Freude und Faszination für die Arbeit mit den Händen hat schon früh angefangen. Schon als kleines Kind habe ich gerne gebastelt. Besonders die feine Arbeit, das "gäggele" lag mir sehr". Den ersten Kontakt mit der Schere hatte Elisabeth bereits als Jugendliche in ihrer Ausbildung zur Coiffeuse. Nebst den handfesten Arbeiten hegte Elisabeth eine grosse Faszination für die Musik. Sie liess sich am Konservatorium in Bern zur Konzertsängerin ausbilden. Darauf folgten viele Konzerte und Elisabeth gründetet eine Familie. Als die Kinder grösser wurden, hatte sie wieder mehr Zeit um ihren Interessen nachzugehen.

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LIEBE AUF DEN ERSTEN SCHNITT

1994 entdeckte sie in einem Kurs bei Fritz Schmalz an der Volksschule in Schwarzenburg, ihre Leidenschaft für das Scherenschneiden. Kurz darauf besuchte sie eine Ausstellung von Ernst Oppliger, eine Schweizer Konifere im Scherenschnitt. An dieser Ausstellung sprang der Funke endgültig hinüber und Elisabeth war nicht mehr zu bremsen. In mehreren Kursen bei Ernst Oppliger, erlernte sie das Handwerk von Grund auf.

MEHR ALS EIN HOBBY

Auf dem Arbeitstisch in ihrem Wohnzimmer entwirft Elisabeth wahre Wunderwerke. Aus ihr sprudelt es regelrecht heraus, wenn sie von ihren Projekten erzählt und mir ihre Skizzen und Muster zeigt. Inspiration findet Elisabeth unter anderem auf ihren täglichen Spaziergängen in der Natur. Für sie ist ihr Hobby eine Herzensangelegenheit. "Durch das Scherenschneiden kann ich runterfahren und werde ganz ruhig, das tut mir gut". Wenn sie nicht gerade am Scherenschneiden ist, verbringt Elisabeth gerne Zeit mit ihren Grosskindern, beschäftigt sich mit Musik oder bäckt mit viel Freude Brote und Züpfen.

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GUT DING WILL WEILE HABEN

Scherenschneiden ist eine zeitintensive Beschäftigung. Das Wichtigste, für einen gelungenes Endresultat ist die Zeichnung. Das braucht viel Übung, Geduld und Sorgfalt, erzählt Elisabeth. Bevor ein neues Werk entsteht, macht sie mehrere Skizzen der Details und entwirft verschiedene Varianten. "Manchmal muss ich aufpassen, dass ich den Blick für das Ganze behalte und mich nicht in den Details verliere", ergänzt sie.

An der Schule für Gestaltung in Bern hat sie in den Neunzigerjahren verschiedene Kurse belegt und die Grundlagen des Zeichnens erlernt. Nebst den zeichnerischen Fertigkeiten braucht es für das Scherenschneiden viel Vorstellungskraft, Fantasie und Kreativität. Diese Eigenschaften bringt Elisabeth mit und zusammen mit ihrer Handfertigkeit entstehen wunderschöne Einzelstücke.

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DIE FREUDE ZÄHLT

Elisabeth bevorzugt es ihre eigenen Kreationen zu verwirklichen, arbeitet aber hin und wieder auch gerne auf Bestellung. Ganz bewusst verzichtet sie jedoch auf Werbung. Sie will sich die Freude am Scherenschneiden bewahren und sich nicht stressen lassen von strengen Vorgaben und Zeitdruck.

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VOLLER TATENDRANG

Durch ihr Hobby kommt Elisabeth viel herum. Mit grossem Engagement nimmt sie an Handwerkermärkten teil, organisiert Ausstellungen und ist aktives Mitglied im schweizerischen Scherenschnittverein mit über 500 Mitgliedern. Sie freut sich über den Nachwuchs im Verein. Das macht sie zuversichtlich, dass dieses wertvolle Handwerk nicht verloren geht.

Elisabeth hat ein sonniges Gemüt und sie ist mit ihrem Leben zufrieden. Als ich sie nach ihren Zukunftsplänen frage, lacht sie und meint: "Ich sage immer, ein Leben reicht nicht aus um all meine Visionen umzusetzen. Mir schwirren noch so viele Ideen im Kopf rum. Mein grösster Wunsch ist, dass ich noch möglichst lange "schärele" kann". Ihr Blick schweift in die Ferne und sie lächelt glücklich.

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